Gelungene Fahrt nach Erndtebrück

Mensch! Toll dieses Gefühl! Ich spreche von dem Moment, wenn man am Montag morgen das Büro betritt, RWE hat gewonnen, und keiner kann was dagegen sagen. Einfach Ruhe im Karton.

Eine ganz andere Gefühlslage gab es allerdings am Samstag um 06:30 Uhr zu verzeichnen. Der Wecker klingelte für eine Auswärtsfahrt unseres geliebten Vereins. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzt Mal auf einen Samstag um diese Zeit für eine Tour aufgestanden bin. Zu damaligen Drittligazeiten vielleicht.

Stattdessen ging es aber nach Erndtebrück. Bedingt durch einen geplanten Boxenstopp in einer Siegener Kneipe rollte der FFA-Bus also bereits um 08:00 Uhr am Essener Hauptbahnhof los. Die Fahrt verlief relativ entspannt. Kaum im Sauerland angekommen, steuerte man die erste Raststätte an. Die dringend notwendige Raucher- und Pinkelpause musste verrichtet werden.

Witzigerweise parkte der Bus unmittelbar vor der örtlichen Polizeistation, der breite Zaun links daneben lud quasi zum Freipinkeln ein. Das rief natürlich Team Green auf den Plan, wobei es war eher ein Mann mit einem Megaphon. Dieser rief aber nur einmal „ey“ und stand dann geschlagene 10 Minuten vor seiner Eingangstür. Der ein oder andere lief dann eben zur Tanke, oder in eine etwas „sichere“ Ecke zum pinkeln.

Nachdem sich dann wieder alle im Bus einfanden, ging die Fahrt weiter und man war kurze Zeit später in Siegen. Nachdem der Fahrer relativ easy die engen Gassen immer weiter den Berg durch die Siegener Innenstadt rauf fuhr, staunten dessen Bewohner nicht schlecht. Als ob die noch nie einen vollen Bus gesehen hätten.

Oben angekommen wartete schon der Bus der Westtribüne Essen auf uns. Daneben schien sich grade eine Hochzeitsgesellschaft einzufinden. Als eben diese über 100 Personen aus den Bussen taumeln sah, war der Gesichtsausdruck der Gesellschaft wirklich unbezahlbar „Oh mein Gott, meine Hochzeit“ „Alarmstufe Rot“

Plötzlich wurde ein Böller gezündet, der Verursacher aber relativ schnell ausfindig gemacht. Gleichzeitig wurde eben diesem klargemacht, dass Böllerei heute nicht auf der Tagesordnung steht. Nachdem dies also geregelt war zog der Mob gemütlich in Richtung Kneipe.

Dort wurde dann gute 2,5 Stunden gefeiert, getrunken, und geschockt. Natürlich gab ich mir keine Blöße und verlor nicht eine einzige Runde. Danke für den Schnaps, war lecker 🙂

Anschließend ging es zurück zu den Bussen gen Erndtebrück. Der Bus fuhr ca noch 30 Minuten durch die Prärie, bis man das Dorf erreichte. Zu diesem gibt es nicht viel zu sagen: Laut Google leben da 7.500 People, sogar mit eigenem Bahnhof. Der Zug fährt allerdings ohne Strom, maximal 30 km/h und tutet vor jedem unbeschränktem Bahnübergang.

Das Stadion erinnerte eher an die Spielstätte von den Sportfreunden Niederwenigern. Nur halt mit einem getrennten Gästeblock. Ohne Vorkenntnisse hätte ich darauf gewettet wir spielen heute die nächste Niederrheinpokalrunde um die Teilnahme der Endrunde aus. Kunstrasen, irgendwelche komischen Banden, Tartanbahn, das Wort Stadion sollte eher durch Sportanlage ersetzt werden.

Doch ich will nicht meckern. Die Leute vor Ort waren alle nett, die Preise nicht überteuert, und die Sicht vom Stehplatz soll auch besser als beispielsweise in Rödinghausen gewesen sein. Ich selber bin wie immer in den Sitzbereich gegangen.

Vor dem Spiel waren sich alle einig. Ein Sieg sollte gegen so einen „Dorfverein“ Pflicht sein. Doch wie würde sich die Mannschaft ohne Pröger und Platzek in der Offensive verhalten? Die Antwort lautet: Gut und effektiv. Harenbrock auf links und Unzola auf rechts durften sich beweisen. Bednarski ging dafür ins Zentrum.

Die ersten Minuten plätscherte das Spiel vor sich hin. Als es das erste Mal gefährlich wurde, klingelte es auch direkt. Nach einem schönen Spielzug konnte Malura die Kugel auf das Tor bringen, doch der Ball wurde zur Ecke geklärt. Bei der anschließenden Ecke wurde die erste Hereingabe von Grund noch geklärt, doch sein zweiter Flankenversuch landete bei Bednarski und dieser köpfte den Ball ins Rot-Weisse Glück.

Erndtebrück versuchte sich nun zu wehren und kam zu 2 guten Abschlüssen. Diese wurden mal wieder überragend von Heller gehalten. Grade als alle schon innerlich überlegten welche Bratwurst sie in der Pause gleich essen würden, wurde Malura 30 Meter vor dem Tor gefoult. Wie immer eine Angelegenheit für Grund. Auch diese Flanke landete wieder perfekt auf dem Kopf von Bednarski und es stand 2:0.

In der zweiten Hälfte wurde dann Stück für Stück die Marschroute verändert. Zunächst wurde Unzola, welcher auf rechts nicht negativ auffiel, (allerdings auch keine positiven Aktionen verzeichnen konnte) für Jansen ausgewechselt. Dieser hatte keine 30 Sekunden später einen schönen Schuss, welcher grade eben noch vom Torwart aus dem Torgiebel zur Ecke geklärt wurde.

RWE konnte nun keine wirklichen Angriffe mehr aufbauen und beschränkte sich auf „die Null muss stehen“. Dies schaffte man mit akribischer Arbeit. Erndtebrück wirkte nach 70 Minuten schon etwas verzweifelt. 1-2 Chancen sprangen noch heraus, welche aber allesamt gehalten wurden. Bednarski traf dann kurz vor Schluss noch die Oberkante der Latte. Danach war der Sieg in trockenen Tüchern.

Das oberste Ziel, nämlich die drei Punkte einzufahren, wurde erreicht. Natürlich würde man sich freuen solche Gegner einfach wie vor 2 Jahren aus dem Stadion zu schießen. Allerdings würde dies der Qualität des Gegners (soviel Respekt sollte man haben) nicht gerecht. Ausserdem wollen wir keinen Schönheitspreis gewinnen, sondern Spiele.

Hinten sicher zu stehen und vorne Eiskalt zuschlagen. Dieses Erfolgskonzept scheint aufzugehen. Wie es andersrum sein könnte, sprich vorne volle Pulle hinten offen wie ein Scheunentor, zeigt momentan der BVB ganz gut.

Rundum war es also eine sehr gelungene Tour, die gerne wiederholt werden kann. Vor allem, dass über 100 Rot-Weisse eine Kneipe „übernommen“ haben und sich dort auch vorbildlich friedlich feiernd präsentiert haben, ist eine schöne Sache, die man nicht als selbstverständlich sehen sollte. Deswegen ein Dank an die Organisatoren und an alle die zu diesem friedlichen Fest ihren Teil beigesteuert haben.

Weiter geht es dann Sonntag zu Hause gegen die kleinen Düsseldorfer. Auch dort sollte / muss es das Ziel sein zu gewinnen. Wenn die Einstellung und das Auftreten der Mannschaft so weiter geht, mache ich mir da keine Sorgen. Wie heisst es so schön? Weiter immer weiter.

Kommt gut durch die Woche.

 

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Vorbericht RWE-RWO

Obwohl heute erst Freitag ist, gab es diese Woche mal wieder viel Tohuwabohu  rund um unseren RWE. Während man am Sonntag seine Augen nicht trauen konnte, weil RWE nach gefühlt 100 Spielen endlich mal wieder am Tivoli gewonnen hatte, blieb das Glücksgefühl trotzdem nur für eine kurze Weile. Michael Welling gab Anfang der Woche bekannt, dass er sein Amt niederlegen wird. WUMMS, damit war erstmal so nicht mit zu rechnen. Vor allem nicht zu diesem Zeitpunkt.

Während also die Sektion „Facebook“ locker das Delta für eine spontane Party hätte mieten können, zündeten viele Fans bei sich zu Hause eine Kerze an. Ich selber weiß nicht so recht, was ich von diesem Rücktritt halten soll. Grundsätzlich hat MW im wirtschaftlichen Bereich sehr gute Arbeit geleistet. Dies wurde mehrfach schon bestätigt und besprochen. Auf der anderen Seite wurden durch diese Marketingraketen vielen Fans das Blaue vom Himmel versprochen. Ok. Ich gebe zu das ist etwas spitz formuliert. Allerdings wurde in den letzten 3-4 Jahren ein Aufstieg mindenstens anvisiert. Sportlich stagnierte man. Auch dies ist bekannt. Die Kritik der Fans durchaus nachvollziehbar.

Doch war die Kritik so heftig, dass man den Hut ziehen musste? Egal wie man es dreht, die Entscheidung ist gefallen. Es spielt auch keine Rolle, ob man Pro oder Kontra Michael Welling ist. Er hat einen würdigen Abschied verdient. Er hat nicht alles richtig gemacht, aber er hat Rot Weiss Essen mit seiner Art gut getan. Dafür verneige ich mich und wünsche ihm von Herzen alles Gute.

Für den Verein ist es wichtig, dass die Übergabe an den neuen Mann reibungslos funktioniert. Man sollte dies auch als Chance sehen frischen Wind an Bord zu bekommen. Ob dadurch der Kahn untergeht, oder ein paar Knoten an Fahrt gewinnt bleibt abzuwarten.

Die Bekanntmachung des Abgangs von Michael Welling schmälert die Stimmung an der Hafenstraße mal wieder. Sportlich gesehen kann man aber wieder etwas optimistischer zur Hafenstr. pilgern.

Grade deswegen kommt mir das Sportliche momentan etwas zu kurz. Natürlich ist die Präsidentenstelle eine imens wichtige Position im Verein. Aber morgen rollt der Ball wieder und dort sollte zumindest ab 14:00 Uhr der Fokus liegen.

Ich musste heute morgen den Oberhausener Lokalteil in der WAZ lesen. Während ein Rolf Hantel fleissig darüber informiert, was Giannikis so treibt, welcher Spieler spielen kann, oder was sonst so an der Hafenstr. los ist, schreiben die Oberhausener eine halbe Seite darüber, dass man vor 10 Jahren mit 4:1 an der Hafenstr. gewinnen konnte und damals am Ende der Saison in die 2. Bundesliga aufgestiegen ist. RWE ging in der besagten Spielzeit übrigens nach dem „legendären“ Lübeck-Spiel in die 4. Liga.

In Oberhausen träumt man also von alten Zeiten, macht mal wieder gegen den „Erzfeind“ mobil und wird wohl mit mehr Fans anreisen, als in den nächsten 3 Heimspielen der Kanalbewacher anwesend sein werden. Den gemeinen RWE Fan juckt diese Euphorie mehr oder weniger gar nicht. Doch sind wir mal ehrlich: Lieber gegen die Oberhausener als gegen irgendeinen Dortfverein oder eine zweite Mannschaft.

Es stellt sich also die Frage, ob RWE an der guten Leistung in Aachen anknüpfen kann. Der gesperrte Malura wäre für die rechte Außenbahn wieder eine Option. Ein weitere Sieg wäre nicht nur für die Mannschaft wichtig, sie wäre Balsam für die geschundene RWE-Seele, würde wieder etwas Druck vom Kessel nehmen, und die Kanalratten würden sich still und leise wieder dorthin verkriechen wo sie hingehören.

Auch wenn ich nicht alles teile was mein Kollege der Stehplatzfunker so geäußert hat, muss ich ihm in einer Sache recht geben. Es geht um Rot Weiss Essen, um den Verein den wir alle so lieben. Wenn auch zum Teil auf unterschiedlicher Weise. Lasst uns gemeinsam die Mannschaft zm Sieg schreien. Wir sehen uns morgen im Stadion.

 

Nur der RWE

 

Es ist wie es ist

Hallo Freund des masochistischen Lebensstiels,

ich bin auch mal wieder dabei.

Zu Gast am Samstag Nachmittag ist der farbengleiche Verein aus der Nachbarstadt, der in seiner kompletten Vereinsgeschichte noch nie so richtig was auf die Kette bekommen hat. Kein Pokalsieg, keine Meisterschaft, keine Fans… was wollen die eigentlich?

Ich sag es euch… die wollen uns die ersten drei Punkte stehlen mit unserem neuen Trainer… bei uns, an der Hafenstraße. Und ganz im ernst, so schlecht sieht das gar nicht für die aus. Die liegen nämlich nur 4 Punkte hinter dem ersten Platz zurück…. Aaaaber dafür haben die Auswärts erst einmal gewonnen…. hehe!

Ich will ja nicht wieder in Euphorie verfallen, aber wenn sich unsere Elf so präsentiert wie in Aachen, dann können die mal schön in die Röhre gucken. Da wird es auch nicht helfen, dass die wieder doppelt so viele Fans mitbringen, wie se sonst zu Hause haben.

Jetzt ist die Zeit, an der man wieder ins Stadion muss…. eigentlich. Ich weiss, dass viele Leute,… ich auch, viele gute Leute, nicht mehr ins Stadion gingen in den letzten Jahren, weil ein Herr Welling uns umkrempeln wollte und meinte den Verein neu erfinden zu müssen. Der ist jetzt weg… ein neuer Trainer ist da… die Karten liegen auf dem Tisch… 

Das Sportliche hat uns nie interessiert… und wer mir erzählen will, dass er die letzten 30 Jahre zu RWE gefunden hat, weil da so toller Fussball gespielt wurde, der lügt sich selber in die Tasch!

Es geht um das drum herum und um die Leute… darum ging es immer.

Das Gemeinsame… das Durchgepeitschte… das Kranke… das geile Gefühl, zu wissen, nicht der einzige Bekloppte zu sein, der seine hart verdiente Kohle und seine knappe Freizeit nicht am Kuchentisch verschwendet, sondern der einen Sache zu widmen, die uns allen so sehr am Herzen liegt, dass es einem nun jahrelang buchstäblich das Herz zerreist, miterleben zu müssen, wie eine generationenübergreifende Art zu leben, zu lieben und auch zu leiden fast zerstört wurde durch einen einzigen Mann und seiner blinden Gefolgschaft.

Ich will nicht nachtreten… wenn die Hintergründe stimmen, die mir bekannt geworden sind, dann leidet Mr. St.Pauly gerade genug.

Ein Wort an die Leute, die die letzten Jahre, Kritiker wie mich teilweise aufs übelste beleidigt haben, das fing an mit „bewusster Vereinsschädigung“ bis hin zu „geisteskranke Idioten“ und „ihr seid keine Essener“, nur weil wir uns geäußert haben, dass man mit gewissen Dingen nicht einverstanden ist oder Sachen zu bedenken gegeben hat…. klar auch mal mit harten Worten… wir haben aber auch ein hartes Fanleben hinter uns… wir alle…

Diese Leute sollten sich jetzt mal fragen, ob sie in Ihrem Handeln im Stadion, in ihren Äußerungen und im schlimmsten Fall auch bei Abstimmungen drüber nachgedacht haben, dass der aktuelle Fall mal eintreten könnte… das der Mann, dem man blind gefolgt ist, für den man einen Teil der Fanszene im Form einer denunziantischen Hetzjagt geopfert hat… dass der Mann mal geht.

Ich denke der größte Teil wird nicht drüber nachgedacht haben.

Ich will euch kein schlechtes Gewissen einreden… der Welling kann gut labern und Leute mitnehmen… isso… Jeder macht Fehler und lässt sich täuschen… Himmelreich… Döbbe… brauch ich keinem was von erzählen… dafür braucht man sich nicht schämen und vor allem auch nicht entschuldigen…. aber zu sich selber sollte man ehrlich sein und lernen!

Ich weiss, dass ist schwer in einer Zeit, in der man immer gerne Recht und das letzte Wort hat, aber dennnoch…

Ehrlichkeit zu sich selber ist oft die Lösung für Probleme.

Ich sehe die Situation als Chance an. Egal wer da jetzt kommt. Er übernimmt einen intakten Verein. Und wir dürfen es nicht noch einmal zulassen, dass ein Vereinsboss uns unseren Verein, unsere Liebe und unsere Art Fan zu sein diktieren will.

Weil wer bleibt denn jetzt? Genau, das sind doch wieder mal:

WIR…

WIR… die 2004 den sensationellen Aufstieg in WAT gefeiert haben…

WIR…die 2x in 15 Jahren von der 2. in die 4. Liga durchgereicht wurden…

WIR… die zusammen in die Insolvenz gegangen sind…

WIR… die 2002 das Preußenstadion kaputt gekloppt haben…

WIR… die schwerste Verletzungen 1994 zu Hause gegen Hannover/HSV erlitten haben…

WIR die die Aufstiegsfeier des MSV gestürmt haben und

WIR… die nach unserem bitteren Abstieg 2008 die Söldnertruppe in die Kabine gejagt haben…

Leute… wir sind die einzigen auf die wir uns verlassen können… also lasst eure Schuldzuweisungen hüben wie drüben…

Wenn ihr es packt… wenn ihr mit ganzem Herzen dabei seid… dann feiert am Samstag ein richtig fette Party! Zeigt euch selber was RWE ist, scheiss auf alle anderen… scheiss auf Deutschland… scheiss auf die Offiziellen… scheiss auf Reviersport, WAZ und die anderen geldgeilen Pressefutzis… scheiss auf die Essener, denen der Verein am Arsch vorbei geht. Denen sind wir nix schuldig! Wir brauchen sie nicht…. wir schaffen unseren eigenen Kult… wir schreiben wieder Geschichte! Man soll sich wieder vor uns fürchten und den Köttel inne Buchse haben.

Scheiss auf die Verbände… DFB… DFL… Wdfv… scheiss auf deren Strafen!

Wenn IHR Bock habt, werft Becher… beleidigt die Gegner auf dem Platz denn es euer von Gott gegebenes Recht!!! Knallt die Ratten auf der Straße weg, wenn ihr Bock habt, dann setzt euch, stellt euch hin, sauft euch voll… schweigt… pöbelt… langweilt euch… rastet komplett aus… all das macht RWE aus… das jeder sein kann wie er will.

Egal ob Hool, Ultra,Kutte, Spritti, mecker Opa, links, rechts, oben, unten, weiss, schwarz oder grün… 

Vergesst die sieben dunkelen Jahre und schafft euch euren eigenen Kult!!!

Wichtig ist, der Zusammenhalt jedes Einzelnen von uns. Lasst uns in diese rot weisse Zukunft gehen und das Land verderben!

Es ist wie es ist… Wir sind der Verein, wir sind RWE!!!

 

RWE souverän eine Runde weiter

Mittwochabend, Flutlicht, Pokal. Es ging mal wieder gegen den ETB Schwarz Weiss am Uhlenkrug. Die Sitzschalen freuten sich, dass endlich mal wieder ihr Staub entfernt wurde. Die gesamte ETB Jugend wurde hinter das Tor auf die Wiese positioniert, und die Ordner wurden aus irgendeinem Friedhof ausgebuddelt, während durch die Stadionbox sämtliche 80er und 90er Hits rauf und runter gespielt wurden. Da war sie wieder! Die Nostalgie!

Man wartete also auf den Anstoß. Dieser sollte sich um 10 Minuten verzögern. Zu großer Andrang an den Stadionkassen.

RWE began mit einigen Veränderungen in der Startelf. Für den gesperrten Malura spielte Urban als Rechtsverteidiger. Baier durfte nach seiner Sperre wieder im Mittelfeld agieren, genauso wie Bednarski. Dafür mussten Jansen und Lucas auf die Bank.

Taktisch gab es auch schon einige Dinge, die auffällig waren: So wurde defensiv mit einer 5er Kette in der Abwehr gespielt. War man im Ballbesitz so gingen die Außen Urban und Grund in die Offensive. Hinten waren dann mit Zeiger, Becker und Maier drei Innenverteidiger. Zudem war auf der Bank durch Agirios Giannikis mächtig Alarm. Nach jedem Ballgewinn der Roten gab es Applaus, welcher Atze Schröder in der ausverkauften Grugahalle Konkurrenz machen könnte.

ETB versuchte von Beginn an sich nicht zu verstecken und setzte zu einigen Angriffen an. Mehr als ein paar Ecken, Kopfbälle die gehalten wurden, oder Schüsse die weit daneben gingen kam nicht dabei herum. Ein Hauch von Gefahr kann man höchstens die Szene in der 28. Minute nennen. Urban foulte seinen Gegenspieler unnötig knapp hinter der Mittellinie. Der Freistoß, von Kevin Kehrmann getreten, erreichte die Brust von Ellmann im Strafraum, welcher auf einen anderen Spieler ablegte und der Ball war im Tor. Bevor der Ball geschossen wurde, hatte das Schiedsrichterteam allerdings schon längst auf Abseits entschieden.

RWE fand bis dato in der offensive kaum statt. Der Ball konnte nicht einmal gefährlich in den 16er gespielt werden, und wenn doch wurde er dort nicht verwertet. Dies sollte sich in der 30. Minute ändern. Freistoß Baier, Kopfball Platzek 1:0. Ein wenig aus dem Nichts, aber sehr effektiv.

Es schien ein wenig der berühmte Knoten gewesen zu sein, der jetzt platzte. RWE war plötzlich da und kam zu einigen Chancen. Langer Ball von Urban auf Pröger, der seinen Turbo einsetzte und so im 16er den reinrauschenden Bednarski bedienen musste, 2:0. Zweiter Angriff, zweites Tor nach 35 gespielten Minuten. Danach gab es noch drei gute Gelegenheiten, die aber knapp ihr Ziel verfehlten.

In der Pause machte sich die Zufriedenheit breit. Jetzt noch 2-10 Tore nachlegen und alles ist gut.

Es sollte aber etwas anders kommen als gedacht. RWE schaltete mindenstens einen Gang zurück und verwaltete das Spiel. ETB bekam so mehr und mehr Ballbesitz, konnte aber keine richtigen Akzente setzen, denn die Abwehr stand sicher. Nach eigenem Ballbesitz wurde mit einem langen Ball Platzek geschickt, der aber gegen 3 oder 4 Abwehrspieler keine Chance hatte.

Nach einer Ecke für den ETB sorgte ein Spieler mit einem Kopfball noch für Gefahr, allerdings war Lenz auf dem Posten und klärte den Ball zu einer weiteren Ecke. Mehr passierte nicht. RWE fand offensiv nicht statt.

Als dann Platzek Feierabend hatte und für ihn Jansen kam wurde es binnen Sekunden doch noch mal gefährlich. Irgendwie konnte der Ball nach einer Flanke auf Jansen und dessen Verwertung dann doch durch einen ETB´ler von der Torlinie gekratzt werden.

Das Spiel plätscherte vor sich hin. Trotzdem gab es noch zwei Situationen, wo es Redebedarf gab. Grund wurde mit einer Grätsche vom Ball getrennt, blieb aber liegen. ETB im Ballbesitz, verlor diesen aber unmittelbar. RWE war nun in einer guten Kontersituation, die dann aber durch Dr. Martin Thomsen unterbunden wurde, weil er wegen den noch immer auf dem Boden liegenden Grund das Spiel unterbrach . Aus von mir verständlichen Gründen protestierte Baier mal wieder in seiner üblichen Manier. Es gab entsprechend gelb.

Als das Spiel kurz vor dem Abpfiff stand, kamen einige RWE-Fans doch noch auf die Idee dem Ellmann zu erklären wie lange sie heute Bier trinken würden. Dieser schien offensichtlich aus dieser Provokation Frust zu schieben, und legte an der Eckfahne von RWE einfach mal mit einer Sense Benny Baier um. Zurecht gab es gelb, zurecht regte sich Baier auf. Eine völlig unnötige Aktion. Dass ein Baier dann auch noch verbal das eine oder andere Wort verlor, ist logisch. Die Folge war dann eine kleine Rudelbildung, welche relativ schnell aufgelöst wurde. Trotzdem hatten wir in dieser Situation Glück, dass ein Schiedsrichter aus der zweiten Bundesliga vor Ort war und diese Situation nicht zu verbissen sah. Baier hätte durch diese Aktion ohne Probleme seine zweite Gelbe bekommen können. Auch wenn er gefoult wurde muss man sich mehr im Griff haben. Worte gegen den Gegner sind da angebracht, aber die Art und Weise muss da dringend überdacht werden. Als Beispiel kann man da Philipp Zeiger nennen. Er diskutierte mit dem Unparteiischen sehr lange (gefühlt über 5 Minuten) bekam aber nicht gelb. Es geht also auch ohne Herr Baier.

Fazit: Wir sind eine Runde weiter. Das Spiel war kein Leckerbissen, aber man hat sich auch nicht blamiert. Der neue Trainer möchte in der Zukunft ein anderes System spielen. Das kostet nun mal Zeit bis dort alle Stellschrauben greifen. Es geht Schritt für Schritt weiter. Und vielleicht geht ja diesmal etwas in Aachen. Leider ohne die Hafenfunker, die sind leider verhindert.

 

Bringt drei Punkte mit. Nur der RWE.

 

 

Herbst meets Rot Weiss Essen

Montag 16. Oktober 2017. Es ist viel passiert in den letzten drei Tagen. Eine weitere Niederlage in der Liga, eine Plakataktion auf der West, und ein neuer Trainer für den Hexenkessel Hafenstraße. Zudem kommt noch eine Art richtungsweisendes Krisenspiel am Mittwoch am Uhlenkrug hinzu. Aber der Reihe nach:

Als ich am Freitag gegen 18:55 Uhr im Stadion auf der Rahn an der üblichen Platz nahm, dachte ich mir, dass es eine weitere Minuskulisse geben wird. Zum Anstoß dann aber die Erleichterung, denn die ausgesprochen gut 6.000 Zuschauer sollten dann auch vor Ort sein.

Leider machte die West mit einer Plakataktion auf sich aufmerksam, die nun in den sozialen Medien heftig diskutiert wird. Sachlichkeit? Fehlanzeige! Im Stadion selber gab die Rahn ihr Statement dazu ab. Mit Pfiffen und Buhrufen. Ich persönlich fand die Spruchbänder überzogen, und völig unangebracht. Kritik ist erwünscht und sinnvoll, aber man muss die richtigen Mittel und vor allem den richtigen Stil dazu wählen. Hinzu kommt noch ziemlich umstrittene Aussage „Die West wäre in der Hinsicht vereint“. Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Zum Spiel selbst wurde bereits viel geschrieben. Trotzdem möchte ich gerne meinen Senf dazu geben: Ich persönlich finde mich in den beiden Parteien „Größter Rotz ever“ und „ein sehr gutes Spiel“ nicht wieder. Natürlich war nicht alles gut, denn wir haben verloren. Offensiv fand ich unsere Mannschaft auch nicht gut. Allerdings muss man berücksichtigen, dass wir trotz langer Zeit in Unterzahl die Viktoria in der zweiten Halbzeit auch zeitweise in die eigene Hälfte drängen konnten. Konter wurden kurzfristig unterbunden. Bester Mann war für mich Philipp Zeiger, der als Kapitän voranging, viele Zweikämpfe für sich gewinnen konnte und diesmal ohne Stockfehler blieb.

Benni Baier als Kapitän wurde erstmal so nicht vermisst. Er hätte höchstens in seiner üblichen charmanten Art den Schiedsrichter mal auf das Zeitspiel der Kölner aufmerksam machen können.

Grundsätzlich war ich mit der defensiven Einstellung zufrieden. Es wurde wenig bis gar nichts zugelassen, ein individueller Fehler wurde dann zum 1:0 eiskalt genutzt. Durch die besagte rote Karte ist eine logische Konsequenz, dass man hinten offener wird. Vor allem wenn man selber mindenstens noch ein Tor schießen muss.

Hinzu kommt aus meiner Sicht auch noch, dass die Viktoria nicht irgendeine Kirmestruppe ist. Deren Abwehr besitzt  mindenstens zwei Leute, die zu der Marke „Philipp Zeiger“ gehören. Dass man trotzdem spielerisch irgendwie mal ein Tor schießen muss, unterschreibe ich sofort.

Ich persönlich bin der Meinung, dass mit Platzek auf rechtsaussen und Pröger auf links diese beiden Spieler ihre Stärken nicht zu 100% ausspielen können. Platzek muss in die Mitte, Pröger nach rechts. Warum spielt man nicht einfach mal mit zwei Mittelstürmern? Ob das wirklich das Patentrezept ist, weiß ich nicht. Ich bin kein Trainer und werde es wohl auch nie werden.

Argirios Giannikis ist dagegen einer und seit Samstag unter uns Roten. Grundsätzlich kenne ich den Mann nicht und habe Probleme den Namen fehlerfrei zu schreiben, oder gar korrekt auszusprechen. Trotzdem habe ich einen ersten Eindruck durch die Pressekonferenz und dem offiziellen Interview erhalten. Der Mann scheint durchaus zu wissen auf was er sich hier einlässt. Ob seinen Vorstellungen der Realität entsprechen sei dahingestellt.  Seine Kompetenzen kann und will ich nicht beurteilen, aber ich finde ihn erstmal sympathisch. Sein Auftreten war zumindest schon mal lebhafter als die des letzten Übungsleiters.

Letztendlich muss man den Mann aber nach seiner Arbeit beurteilen. Anscheinend gibt es eine Art „Masterplan“ um den Kahn wieder in ruhige Gewässer zu ziehen. Ich bin auf seine Maßnahmen gespannt und werde bis dato abwarten wie er das anstellen möchte. Das Vertrauen, dass er dies schafft haben die Verantwortlichen durchaus deutlich formuliert. Daher mein Appel an alle die dem Verein wohlgesonnen sind: Gebt dem Mann die Chance seine Ideen zu verwirklichen. Bleibt entspannt, wenn es nach einer Woche noch keine Besserung in Sicht ist. Der Mann brauch einfach Zeit. Gebt ihm diese!

Eben diese Zeit bis zum nächsten Spiel ist nicht sehr groß. Übermorgen geht es gegen den ewigen Lokalrivalen ETB. Für viele der unglücklichste Zeitpunkt für solch ein Duell. Ich bin wie immer chronisch optimistisch. Auch wenn es zur Zeit nicht läuft haben wir bisher irgendwie mit Ach und Krach das Pokalfinale erreicht. Noch trennt die Mannschaften eine Liga, und das wird man am Ende des Tages auch so merken. Ich erwarte gar nicht, dass wir die Lackschuhe wegballern. Ich will nur eine Runde weiter. Egal wie.

Auf bessere Zeiten und alles gute unserem neuen Trainer. Möge dein Plan greifen und wir endlich wieder mit gutem Gefühl zur Hafenstraße pilgern.

Man sieht sich am Uhlenkrug. Nur der RWE.

 

RWE – Viktoria

Huch schon wieder Freitag!

Nachdem man sich letzten Samstag dazu entschlossen hatte mit dem FFA Bus in die Metropole Rödinghausen zu fahren und sogar einen Schreiberling für einen Gastbeitrag organisieren konnte, weil man genau wusste: Das wird ne geile Tour aber vom Spiel wird man nicht viel mitbekommen.

So war es dann auch, nur das der Gastschreiber ebenfalls mit im Bus saß und so am Ende des Tages ebenfalls „ausgefallen“ ist.

Mittlerweile hat man sich also von den Strapazen erholt und ist bereit sich an einem Freitagabend die Hafenstraße zu geben. Diesmal wieder mit dem Ziel sogar das Spiel etwas mehr zu verfolgen, als noch vor 6 Tagen. 😉

So richtige Vorfreude keimt allerdings nicht auf. Klar geht man gerne zum RWE (Ohne geht es einfach nicht), doch die letzten Wochen machen wenig Hoffnung auf etwas zählbares gegen die wiedererstarkte Viktoria aus Köln. Der letzte innerliche Funken Hoffnung besteht darin, dass man gegen die vermeitlich Starken auch immer eine einigermaßen gute Leistung zeigte, nur dass kein Sieg raussprang. Warten wir da also einfach mal ab. Wenn ich gar keine Hoffnung mehr hätte, würde ich auch nicht mehr zur Hafenstraße laufen.

Das andere große Thema, welches das Spiel schon sehr in den Schatten stellt, ist die Trainerfrage. Wer übernimmt das Kommando? Spekulatius zur Weihnachtszeit ist eine tolle Sache und darf natürlich in keinem Haushalt fehlen. Doch was bitte hat dieser in den Medien zu suchen? Das mit jedem Artikel eh schon immer schlechter werdende Käseblatt Reviersport nutzt diese Situation immer mehr aus. Leider scheinen diese Artikel aber immer noch ausreichend Leute zu lesen, sonst würde dieser Journalismus endlich dort hin gehen, wo er zur Zeit hingehört: In die Versenkung des Niemandsland.

Es ist also dem Verein mehr als positiv anzurechnen, dass man 1. nicht jeden Artikel etc. kommentiert, und 2. in der Trainerfrage keinen Schnellschuss tätigt. Wer auch immer dieses Amt am Ende des Tages verrichten darf, hat sowieso einen Haufen Arbeit vor sich. Da wir alle keine Trainerexperten sind (oder hat sich jemand von euch auf den Posten beworben?) sollten wir dem neuen Mann (oder der Frau!?) auch die Chance geben etwas zu verändern. Dies wird nicht von heut auf morgen gehen.

Da der Verein sich wohl noch bis Anfang nächster Woche mindenstens Zeit nehmen wird, werden also Lucas, Lenz und Wolters auf der Bank sitzen und die geplanten Geschicke gegen die Viktoria umsetzen.

Lucas hat dabei schon am Mittwoch durchblicken lassen, dass er Veränderungen in der Startelf vornehmen möchte. Dass unser Kapitän durch seine 5. Gelbe diesmal zusehen muss ist dabei schon sicher. Für viele Fans ist diese Zwangspause ein Segen, gehörte Baier doch eher zu denen, die nicht ihre gesamte Leistung abrufen würden. Auf der anderen Seite ist Baier für seine Leaderfähigkeiten bisher immer sehr wichtig gewesen. Spielte er nicht, war auch meist die Leistung der anderen Spieler noch schlechter als ohnehin schon mit Baier. Es bleibt also abzuwarten, wie die Mannschaft sich das erste Mal in dieser Saison ohne ihren Kapitän präsentiert.

Ich persönlich würde den in der Defensive starken Lucas wieder auf der 6 spielen lassen. Pröger muss unbedingt wieder auf die rechte Außenbahn, statt auf links zu verpuffen. Bleibt nur noch die Frage ob Bednarski wieder eine Chance bekommt und ob Jansen fit ist um gegen seine Ex zu spielen.

Wäre das schön, wenn wir endlich mal wieder die Viktoria ärgern würden. Eigentlich ist das an einem Freitagabend unsere Königsdiziplin. Hoffen wir einfach, dass in grauen Tagen wie sie es zur Zeit sind, das Flutlicht zur Erleuchtung auf bessere Zeiten beiträgt.

 

Bis heute Abend

 

Lächerliches Unentschieden gegen Verl

Direkt vorsb: Ich bin ziemlich bedient. Der Stehfunker hat (wie immer) alles richtig gemacht und glänzte bedingt durch eine Hochzeit mit Abwesendheit. Nachdem ich dann durch die großen Pfützen vor dem Stadion (gibts da eigentlich keine Gullis?) zur Rahn gelaufen bin, freute ich mich eigentlich „auf einen schönen Fussballnachmittag“ wie Stadionsprecher Walter zusagen pflegte. Der wurde es aber nicht.

RWE begann wie vermutet mit derselben Elf wie gegen Gladbach. Die ersten 5 Minuten versprachen eine gute Körpersprache, die aber dann aus unerklärlichen Gründen verflachte. Verl stand mit zwei Viererketten sicher vor dem eigenen 16er. Bei eigenem Ballbesitz wurde allerdings ein Fehlpassfestival an den Tag gelegt.

RWE hatte viel den Ball, kam damit aber nicht ansatzweise in den gefährlichen Raum. 2-3x wurde eine Flanke verpasst, oder noch grade eben geklärt, sodass man eigentlich nur „wäre der mal durchgekommen“ sagen konnte.

Auffällig war nur Urban, der keinen Kopfball in den Duellen für sich gewonnen konnte, und binnen 5 Minuten 4x foulte, sodass die gelbe Karte in der 43. Minute dabei herraussprang.

In den gesamten ersten 45 Minuten gab es genau 2 Torraumszenen. Beide für Verl: In der 19. Minute verlor Brauer zentral den Ball und Zweikampf, Verl konterte. Der Schuss am Ende ging aber 5 Meter daneben. In der 37. Minute tankte sich ein Verler einfach mal mittig durch die RWE-Abwehr, ohne dass dieser gebremst wurde. Die Folge war ein Rechtsschuss, der knapp am Gehäuse vorbeiging. Da wäre Heller machtos gewesen. Eine Offenbarung die bis dato gezeigte Leistung der Roten.

In der zweiten Hälfte dann kein besseres Bild. Keine vier Minuten gespielt, tankte sich erneut ein Verler durch die Abwehr und setzte zum Schuss an. Heller konnte diesmal mit einer Glanzparade das Tor verhindern und klärte den Ball zur Ecke.

Wer jetzt glaubte von RWE käme mehr, der wurde getäuscht. Stattdessen wieder Verl: Grund lässt sich amateurhaft den Ball abnehmen, Maik Walpurgis sein Sohn flankt den Ball in den Strafraum und dort musste man zum 1:0 nur noch einschieben.

Irgendwie ging dann doch mehr oder weniger ein Ruck durch die Mannschaft alle bewegten sich dadurch jetzt hektischer. Demandt reagierte und brachte Jansen und Harenbrock für Lucas (für mich war er wesentlich besser als Baier) und den blassen Bednarski.

Nach 61 Minuten gab es (endlich mal) die erste Ecke für RWE, aus der dann der erste Schuss des Tages in Person von Jansen für RWE entstehen sollte.  Nachdem Baier zum Schuss ansetzte und geblockt wurde, kam Jansen irgendwie an den Ball und schoss in die Arme des Torwarts.

Was dann folgte waren hilfslose Angriffsversuche der Roten, die völlig ungefährlich waren. Verl versuchte den einen oder anderen Konter zu setzten, wurde aber mehr oder weniger gut davon abgehalten. Richtige dicke Chancen konnten sie nicht mehr erspielen.

Durch gutes und cleveres Zeitspiel pläzscherte die Partie vor sich hin. Als alle schon auf das Ende des Spiels hofften, flankte Baier nach einem Freistoß wegen Handspiels nochmal in den 16er. Wie aus dem Nichts konnte Urban köpfen, der Ball ging an den Innenpfosten und ins Tor. 1:1. Mit dem zweiten (!) Torschuss des Tages in der 90. Minute. In der Nachspielzeit passierte dann nichts mehr.

Dies Spiel reiht sich in die bisher gezeigten letzten Heimspiele ein. Die Leistung war eine Unverschämtheit. Der Punkt ist Augenwischerei. Die Tabelle lügt definitiv nicht. Wir sind zurecht dort wo wir stehen. Es gibt jetzt zwei Varianten: Entweder die Mannschaft kann es besser und der Trainer gibt die falschen Ziele taktischen Mittel vor. Oder aber unser Mannschaft ist spielerisch limitiert und das wird nix mehr.

So oder so. Ich glaube nicht mehr daran, dass wir mal drei Spiele am Stück gewinnen werden. Ich habe eigentlich auch keinen Bock mehr auf Ausreden. Bei den Bayern hätte man nach so einem Spiel den Trainer noch vor der Nachspielzeit gefeuert. Mal sehen was bei uns passiert. Irgendwas muss ja passieren.

Habt trotzdem ein schönes Wochenende. Nur der RWE, auch in schlechten Zeiten!

PS: Eine Bitte hab ich noch. Versucht bitte sachlich zu diskutieren, auch wenn das zur Zeit sehr schwer fällt.